Eigentumswohnung in 84555 Jettenbach, K 57/11 (5 Zi.)

Amtsgericht: Mühldorf a. Inn
Aktenzeichen: K 57/11
Objekttyp: Eigentumswohnung
Straße: Hauptstraße 24
PLZ Ort: 84555 Jettenbach
Verkehrswert: 65.000,00 EUR
Termin: 24.06.2016     10:30 Uhr
Zuschlag ab: keine Grenze

Kostenfreie Leistungen für Bietinteressenten:
Kartenausschnitt

Die Internetveröffentlichung der Termine und die Kurzbeschreibung der Objekte erfolgt ohne Gewähr. Die Beschreibung der Objekte wurde aus dem jeweiligen Wertgutachten entnommen. Weder das Amtsgericht Mühldorf a. Inn noch die Sachverständigen übernehmen eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben. Der Sachverständige ist nicht befugt, Objektauskünfte zu erteilen. Eine Vervielfältigung oder Verwendung durch Dritte ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers des Gutachtens gestattet.

Der Zuschlag wurde in einem früheren Versteigerungstermin aus den Gründen des § 74a ZVG versagt mit der Folge, dass die Wertgrenzen weggefallen sind.

Auszug aus dem

 

Gutachten

 

der Sachverständigen über den Verkehrswert für eine Eigentumswohnung in 84555 Jettenbach, Hauptstraße 24

  • Grundbuch des Amtsgerichts Mühldorf a. Inn von Jettenbach

· Blatt 525

 

· 434/1000 Miteigentumsanteil an dem Grundstück Flurstück 25, Gemarkung Jettenbach, Gebäude- und Freifläche, Grundstücksgröße 678 m², verbunden mit dem Sondereigentum an der Wohnung Nr. 2 im Obergeschoß nebst Garage, Kellerraum und Werkraum Nr. 2 im Erdgeschoß sowie dem Sondernutzungsrecht an dem Stellplatz Nr. 2 im Freien.

 

Wertermittlungsstichtag: 17.10.2011 (Tag der Objektbesichtigung)

Verkehrswert: 65.000,00 €

 

Grundstücksbeschreibung

 

Ort und Einwohnerzahl: Gemeinde Jettenbach, rd. 710 Einwohner

Innerörtliche Lage: zentral innerhalb der Ortschaft Jettenbach

Verkehrslage: Entfernungen: Autobahn: A 94/B12: München -Mühldorf - Pocking, Die Landeshauptstadt München ist ca. 70 km in westlicher Richtung entfernt. Die Auffahrt auf die teilausgebaute Bundesstraße B 12 erfolgt mit den Auffahrten Heldenstein, rd. 13 km nördlich bzw. Reichertsheim, rd. 14 km westlich. Bundesstraßen: B 15 Landshut - Rosenheim, Die Auffahrt auf die Bundesstraße B 15 befindet sich etwa 18 km in westlicher Richtung in Haag i. OB, Ortsteil Altdorf. Bei Rosenheim besteht Anschluss an die Autobahn A 8 bzw. auf die davon südlich abzweigende Inntalautobahn. B 304 Dachau - Wasserburg - Freilassing, Auffahrt in ca. 20 km, B 299 Landshut - Vilsbiburg - Trostberg in ca. 23 km

Infrastruktur: Im ehemaligen Schulgebäude von Jettenbach ist ein Kindergarten untergebracht. Für die Schüler aus Jettenbach steht die Grund- und Teilhauptschule in Kraiburg am Inn zur Verfügung. Hauptschulen und weiterführende Schulen, wie Realschule und Gymnasium sind in der Stadt Waldkraiburg vorhanden. In Gars am Inn haben sich ebenfalls eine Volksschule und das Gymnasium Gars am Inn angesiedelt. In der Kreisstadt Mühldorf sind neben den weiterführenden Schulen eine Fachakademie für Sozialpädagogik, eine Landwirtschaftsschule, eine private Wirtschaftsschule, staatliche Berufsfachschulen für Hauswirtschaft, für Kinderpflege und für Sozialpflege sowie ein berufliches Schulzentrum zu finden. Eine Berufsoberschule und eine Fachoberschule können in Neuötting, in rd. 33 Kilometer Entfernung, besucht werden. Geschäfte zur Deckung des täglichen Bedarfs und teilweise des darüber hinausgehenden Bedarfs sind in der Ortschaft Kraiburg am Inn vorhanden. Ein breites Warensortiment wird in den Städten Waldkraiburg und Mühldorf zur Verfügung gestellt. Zahnärzte und Allgemeinmediziner sind in Kraiburg am Inn, Waldkraiburg, und in der Kreisstadt Mühldorf ansässig. In Mühldorf befinden sich außerdem das Kreiskrankenhaus sowie eine Praxis- und eine Augenklinik. Bahn-Anschluss: Südostbayernbahn Mühldorf am Inn - Rosenheim. Busanbindungen: Buslinie 7516 und 31

Topografie: Hanggrundstück

Erschließung: Hauptstraße ist vollständig ausgebaut; ein Geh- oder Radweg ist nicht angelegt; Anschlüsse Wasser, Abwasser, Strom, Telefon vorhanden

 

Gebäudebeschreibung

 

Gebäudeart: zweigeschossiges Mehrfamilienhaus (EG, OG, ausgebautes DG); „Anbau/Quergiebel"; 3 Wohneinheiten

Baujahr: in Teilbereichen angabengemäß etwa um 1850, rd. 1930 angabengemäß Anbau des östlichen Giebelbereiches

Modernisierung: rd. 2007 Ausbau des Dachgeschosses zu Wohnzwecken; Einbau von zwei Einzelgaragen, Anbringen eines Vollwärmeschutzes; Einbau von Kunststofffenster mit Isolierverglasung; Errichtung eines überdachten Freisitzes im Bereich der DG-Wohnung, vermutlich Erneuerung des Daches sowie der Dachrinnen; Erneuerung des Bodenbelages, des Innenanstriches, Verkleidung und Verputzen der Innenwände mit Anstrich sowie Einbau eines Bades in der EG-Wohnung Nr. 1

Gemeinschaftsanlagen: Zuwegungen, Außentreppen, Holzlager, Heizraum, Öltank, Satellitenschüssel, Freibereiche im Süden und Westen

 

Ausführung

Konstruktionsart: Massivbau

Anzahl der Vollgeschosse: zwei Vollgeschosse (EG und OG)

Geschoßdecken: über EG: überwiegend Kappengewölbe innerhalb der EG-Wohnung, das mit Ausnahme des Kammerbereiches vermutlich in Trockenbauweise abgehängt ist, ansonsten Stahlbetondecke, niedrige Deckenhöhen von rd. 2,23 m lt. Eingabeplan

Außenfassade: angabegemäß Vollwärmeschutz, verputzt und gestrichen, Balkon mit Betonkragplatte, Holzbrüstung und Holzgeländer an der Südostseite des Obergeschosses (östlicher Gebäudebereich), überdachter Freisitz in Holzkonstruktion mit Bitumenabdichtung

Dach: Hauptdach als Satteldach in Holzbalkenkonstruktion mit Pfannendeckung; Giebelbereich im Osten als eingeschobene Satteldachkonstruktion mit Pfannendeckung; Giebelbereich im Norden als eingeschobene Satteldachkonstruktion mit Pfannen- und Bitumendeckung

Eingangstüren: Kunststoffeingangstüren mit Lichtausschnitten in Kunststoffzargen im Bereich der EG- und DG-Einheiten Nr. 1 und 3; Holzeingangstür mit Lichtausschnitten in Holzzarge im Bereich der OG-Einheit Nr. 2

Heizung: Öl-Zentralheizung (Hersteller: Buderus/Herstelljahr nicht bekannt); Stahltank - Herstelljahr etwa 1976

Warmwasser: zentral über Warmwasserboiler - Erneuerung angabegemäß zwischen den Jahren 1995 und 2000

Besonderheiten: Eingangsüberdachung in Holzkonstruktion mit Bitumenbelag vor Wohnung Nr. 1; Satellitenschüssel

 

Zustand

Bauzustand/Wärmedämmung: Mit Blick auf die 2007 durchgeführte Gebäudesanierung wird der Bauzustand aufgrund der erheblichen Baumängel bzw. Bauschäden nur als unterdurchschnittlich beurteilt. Die Wärmedämmung wird dem Renovierungsjahr 2007 entsprechend als ordentlich beurteilt.

 

Bauschäden/-mängel

· Feuchtigkeitseinwirkungen aufgrund des unmittelbar an das Mehrfamilienhauses im Süden angrenzenden Hanges sowie dem vermutlich nicht fachgerechten Einbau einer Horizontal-/Vertikalsperre, verbunden mit Putz- und Farbabblätterungen sowie deutlichem Schimmelbefall.

· Wandbrunnen an der Südwestseite der Fassade wurde demontiert

· Deutlicher Riss im Betonboden (Zuwegung zum Holzlager)

· Nicht benötigte Fenster an der Fassaden-Nordseite zugemauert, jedoch nicht verputzt und gestrichen

· Fassadenanstich auf der Nordseite des Mehrfamilienhauses erneuerungsbedürftig

· Feuchtigkeit im Bereich der Außenmauern

 

Sondereigentum Nr. 2

 

Lage der Einheit: Obergeschoß

Wohnfläche: ca. 172 m²

Nutzfläche: ca. 41 m²

Zugeordnete Räume: KG: Flur, Kellerräume, Werkstatt, mit Ausnahme der Einzelgarage

Raumaufteilung: Diele, Kammer, Schlafzimmer, Wohnzimmer mit Zugang zum Balkon, Balkon, Wohnküche, Zimmer, Schlafen

 

Ausstattung

Fußböden: Diele: Natursteinplatten, Kammer, Wohnzimmer: Parkett, Schlafzimmer, Zimmer: Teppich, Balkon: Rohboden, Wohnküche: PVC

Wandbeläge: verputzt und gestrichen

Deckenbeläge: verputzt und gestrichen bzw. mit Trockenbauplatten bekleidet und gestrichen, im Bad mit Holzbekleidung

Türen: Eingangstür: Holztür mit Lichtausschnitten in Holzzarge, Innentüren: Furnierholztüren in Furnierholzzargen braun bzw. z. T. Füllungstüren mit Anstrich

Fenster: Kunststofffenster und Fenstertüren mit Isolierverglasung, im Wohnzimmer mit Rollläden

Elektroausstattung: einfache Elektroinstallation, die nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht

Heizung: Wärmeabgabe über Plattenheizkörper

Sanitärausstattung: Bad mit zwei Waschbecken und Badewanne - in Teilbereichen Wandhoch gefliest

Besonderheiten: Klingelanlage, Kaminanschluss im „Zimmer"

Zubehör: In der Wohnung Nr. 2 ist ein Holzofen vorhanden, der aufgrund des Zustands wertmäßig nicht in Ansatz gebracht wird.

 

Zustand

Grundrissgestaltung: architektonisch einfache Grundrissgestaltung mit z. T. gefangenen Räumen

Besonnung/Belichtung: ordentlich

 

Baumängel/-schäden

· Deutliche Feuchtigkeitseinwirkungen im Bereich der zum Hang hin angrenzenden Kellerräume, verbunden mit Schimmelbefall

· Wasserflecken über dem Türsturz der Eingangstür aufgrund angabengemäß behobener Feuchtigkeitseinwirkungen/Neuanstrich erforderlich

· Unebener Bodenbelag im Bereich der Diele

· Verfliesung des Bades (Schimmelbildung) und Sanitärobjekt erneuerungsbedürftig

· Deckenbekleidung im Bad erneuerungsbedürftig

· Warmwasserboiler und Waschmaschine im Flur mit Kalkablagerungen am Boden

· Deutliche Versottungserscheinungen am Kamin

· Innenputz und Anstrich (Wände und Decken) in der gesamten Wohnung erneuerungsbedürftig

· Erneuerung der Elektroinstallation und ggf. der Wasserleitungen erforderlich

· Bodenbeläge großteils erneuerungsbedürftig

· Farbabplatzungen im Bereich des Rollladenkasten im Wohnzimmer/Beseitigung der Feuchtigkeit erforderlich

· Leichte bis mittlere Risse im Decken- und Wandbereich

· Verlegungen der Installationsleitungen „auf Putz" im Flur

· Farbabplatzungen an der Balkonbrüstung

 

Außenanlagen

 

Die unbebauten Grundstücksteile befinden sich hauptsächlich im nördlichen Hangbereich. Der unbebaute Grundstücksbereich im Norden ist mit Ausnahme eines etwa fünf Meter breiten Grundstücksstreifens im Westen der Wohnung Nr. 3 als Sondernutzungsrecht zugeordnet. Im Bereich der nordwestlichen Grundstücksecke sind zwei oberirdische Stellplätze (Stellplätze Nr. 2 und 3) vorhanden, die jedoch nicht befestigt sind. Im Südwesten ist ein weiterer Stellplatz (Stellplatz Nr. 1) vorhanden, der mit Betonsteinen belegt ist.

Die westliche Grundstücksgrenze ist entlang der Erschließungstreppe (Zugang zu den Wohnungen Nr. 2 und 3) überwiegend mit Betonpflanztrögen eingefriedet. Im Norden ist eine Mauer zur Abstützung des Hanges angelegt.