Einfamilienhaus in 84533 Marktl am Inn, K 9/18 (Abrissreif)

Amtsgericht: Mühldorf a. Inn
Aktenzeichen: K 9/18
Objekttyp: Einfamilienhaus
Straße: Bergham 8
PLZ Ort: 84533 Marktl am Inn
Verkehrswert: 155.000,00 EUR
Termin: 24.07.2019     10:30 Uhr
Zuschlag ab: keine Angabe

Kostenfreie Leistungen für Bietinteressenten:
Kartenausschnitt

Die Internetveröffentlichung der Termine und die Kurzbeschreibung der Objekte erfolgt ohne Gewähr. Die Beschreibung der Objekte wurde aus dem jeweiligen Wertgutachten entnommen. Weder das Amtsgericht Mühldorf a. Inn noch die Sachverständigen übernehmen eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben. Der Sachverständige ist nicht befugt, Objektauskünfte zu erteilen. Eine Vervielfältigung oder Verwendung durch Dritte ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers des Gutachtens gestattet.

 

Auszug aus dem

 

Gutachten

 

des Sachverständigen über den Verkehrswert - zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft - für das mit einem abrissreifen Einfamilienhaus bebaute Grundstück in 84533 Marktl am Inn, Bergham 8

· Grundbuch des Amtsgerichts Altötting von Schützing

· Blatt 551

· Gemarkung Schützing

· Grundstück Flurstück 741/1, Gebäude- und Freifläche

· Größe 1.849 m²

 

Wertermittlungsstichtag: 14.12.2018

Verkehrswert: 155.000,00 €

 

Grundstücksbeschreibung

 

Ort und Einwohnerzahl: Marktl am Inn, ca. 2.700 Einwohner

Verkehrsanbindungen/Entfernungen: Die Anbindung an den überregionalen Verkehr erfolgt über die, 800 m südlich des Kernortes vorbeiführende, teilausgebaute A94 (München - Passau) mit Anschlussstelle Burghausen sowie die B20 (Pfarrkirchen - Eggenfelden - Burghausen) und die B12 (Altötting - Braunau am Inn). Marktl besitzt einen Bahnhof an der Bahnlinie (München - Simbach).

Infrastruktur: Am Ort sind die für eine Marktgemeinde dieser Größenordnung üblichen infrastrukturellen Einrichtungen wie Kindergärten und eine Grundschule, weiterführende Schulen sowie Ämter und Behörden sind in Altötting zu finden. Die medizinische Versorgung ist durch Allgemein- und Zahnarzt gewährleistet. Geschäfte zur Deckung des täglichen Bedarfs sind vorhanden, weitreichendere Einkaufsmöglichkeiten sind in ebenfalls in Altötting zu finden.

Lage: Das zu begutachtende Anwesen liegt im Ortsteil Bergham, zwischen der A94 und dem Südufer des Inns, der sich von einem kleinen Weiler durch den Bau einer Wohnsiedlung und eines kleinen Gewerbegebietes zu einer kleinen Ortschaft entwickelt hat. Bergham ist vom Kernort Marktl nur durch den Inn getrennt, eine Zufahrt besteht über eine Brücke.

Umgebungsbebauung: Die umliegende Bebauung besteht überwiegend aus aufgelassenen Hofstellen, nach Süden grenzen südlich der Gemeindeverbindungsstraße nach Haiming unbebaute, landwirtschaftlich genutzte Flächen an.

Wohnlage: Die Wohnlage ist durch das hohe Verkehrsaufkommen auf der, rd. 300 m südlich vorbeiführenden A94 beeinträchtigt. Das Verkehrsaufkommen auf der Zufahrtsstraße beschränkt sich auf Anlieger. Störende Gewerbebetriebe sind in der näheren Umgebung nicht vorhanden.

Erschließung: Das Grundstück ist ortsüblich durch die ausgebaute Straße (Straßendeckung mit Asphaltierung ohne Gehweg) sowie durch Kanal, Wasser und Strom erschlossen.

 

Gebäudebeschreibung

 

Art des Gebäudes: Das Wohngebäude ist teilunterkellert und besteht im Übrigen aus Erdgeschoss, Obergeschoss und nicht ausgebautem Dachgeschoss. Die Nutzung erfolgt als Einfamilienhaus. Südöstlich des Wohnhauses befindet sich ein großer Werkstatt- und Lagerschuppen.

Baujahr: Gemäß den vorliegenden Unterlagen wurde der östliche Teil des Wohnhauses (EG + DG) im Jahre 1951 errichtet. Im Jahr 1967 wurde der Bestand um ein Geschoss aufgestockt und in westlicher Richtung durch einen Anbau erweitert. Seitdem erfolgten keine wesentlichen baulichen Veränderungen. Werkstatt- und Lagerschuppen im Jahr 1957 gebaut.

Wohnfläche: ca. 189 m²

 

Raumaufteilung

· EG: Küche, Bad, WC, 2 Schlafräume, Diele

· OG: 5 Schlafzimmer, Flur, WC, Balkon

 

Gebäudekonstruktion

Mauerwerk und Fundierung: Fundamente in Beton, Kellerumfassungswände aus Stampfbeton (Wandstärke der Umfassungswände D=30 cm), sonstige Umfassungs- und Zwischenwände aus Ziegel- oder Hohlblocksteinmauerwerk (Wandstärke der Umfassungswände d=30 cm)

Decken: Holzbalkendecken im Anbau, Betondecken über Kellerräumen und im Anbau

Dach: Satteldachstuhl ohne Schalung mit Falzziegeldeckung, Regenrinnen und Fallleitungen aus verzinktem Blech

Treppen: Holzwangentreppen mit Holzgeländer, Betontreppe zum Keller

Balkon: Stahlbeton mit Metallgeländer

 

Ausstattung

Fenster: zum Teil alte Holzkastenfenster, zum Teil Holzverbundfenster mit Natursteinbänken und verzinkten Blechen, Holzfenster mit einfacher Verglasung im Keller

Türen: Hauseingangstür: Holzkonstruktion, im Innenbereich Altbau lackierte Massivholzfüllungstüren, im Anbau lackierte Sperrholztüren, zum Teil mit Glasausschnitt

Böden: überwiegend PVC- Beläge auf Estrich oder Holzdielen, im OG- Anbau Nadelfilzteppiche auf Holzdielen, Terrazzobelag, Holzbretterboden im Speicher, Estrich in Kellerräumen

Decken- und Wandbeläge: Fassade mit verriebenem Putz und Anstrich westseitig mit Eternit- Plattenverkleidung, im Innenbereich, überwiegend glatter Wand- und Deckenputz, Fliesenschild am Küchenarbeitsplatz in UG und EG, Wandfliesen raumhoch in den Bädern

 

Technische Installation

Hausanschlüsse: Das Gebäude ist an die öffentlichen Leitungen für Kanal, Wasser und Strom angeschlossen.

Elektroinstallation: Elektrische Brenn- und Anschlussstellen sind dem Baualter und der Nutzung entsprechend nur in geringem Umfang vorhanden.

Sanitärinstallation: EG und OG WC: Stand- WC mit Hochspülkasten, Waschmaschinenanschluss im UG- Heizraum- Vorraum; EG Bad: Gusseinbauwanne, Waschbecken mit 2-Loch- Armatur, Waschmaschinenanschluss; Küche: Kaltwasseranschluss

Heizung: Öleinzelöfen ohne zentrale Ölversorgung, die meisten Räume sind unbeheizt, Warmwasser über Elektroboiler

 

Beurteilung

Das, in ortsüblicher Massivbauweise errichtete Einfamilienhaus besitzt nur eine alterstypische, einfache Ausstattung. Altersgemäße Abnutzung ist durchwegs sichtbar, darüber hinaus konnte bei der Ortsbesichtigung noch gravierender Renovierungsstau mit folgenden Schäden und Mängeln festgestellt werden:

· Die OG- und DG- Treppen weisen Holzwurmbefall auf.

· Im gesamten Haus wurden augenscheinlich noch nie Schönheitsreparaturen oder sonstige Renovierungsarbeiten durchgeführt, der gesamte Ausbau ist abgewohnt und überaltert.

· Im Bad sind Nässeschäden mit Schimmelbefall vorhanden.

· An den EG- Umfassungswänden sind in den nicht unterkellerten Bereichen stellenweise Nässeschäden durch aufsteigende Bodenfeuchtigkeit sichtbar.

· Die Kellerumfassungswände sind feucht.

Die Grundrissstruktur ist durch den späteren Anbau verschachtelt mit Durchgangszimmern, im Obergeschoss sind bis auf ein WC keine Sanitärräume vorhanden.

Das Wohngebäude ist unter Berücksichtigung der, seit längerer Zeit vernachlässigten Instandhaltung und nicht durchgeführter Modernisierung überaltert und am Ende seiner wirtschaftlichen Lebensdauer angelangt. Eine durchgreifende Sanierung ist unter wirtschaftlichen Aspekten nicht sinnvoll. Das Grundstück kann erst nach Abriss der Bestandsbebauung einer wirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden.

 

Werkstattschuppen

 

Massivbauweise mit gemauerten, verputzten Wänden, Satteldach mit Falzziegeldeckung, Holztüren, Holzsprossenfenster, Holzbalkenzwischendecke, Estrich

 

Außenanlagen

 

Keine Einfriedung

Hausumgang betoniert

Aufwuchs bestehend aus Bäumen, Strauchwerk und Rasen