Einfamilienhaus in 84160 Frontenhausen, 3 K 16/25 (AG Lanndau a. d. Isar von Fronthausen)
| Amtsgericht: | Landshut |
|---|---|
| Aktenzeichen: | 3 K 16/25 |
| Objekttyp: | Einfamilienhaus |
| Straße: | Bahnhofstraße 36 |
| PLZ Ort: | 84160 Frontenhausen |
| Verkehrswert: | 250.000,00 EUR |
| Termin: | 31.03.2026 09:00 Uhr |
| Zuschlag ab: | keine Angabe |
Kostenfreie Leistungen für Bietinteressenten:
Terminsbestimmung
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Kartenausschnitt
Das Amtsgericht Landshut weist darauf hin, dass die Sachverständigen zur Objektauskunft nicht befugt sind; das vollständige Gutachten kann im Amtsgericht eingesehen werden; weder das Amtsgericht Landshut noch die Sachverständigen übernehmen eine Haftung für die Richtigkeit der Internetveröffentlichung.
Auszug aus dem
Gutachten
des Sachverständigen über den Verkehrswert des Anwesens Bahnhofstraße 36 in 84160 Frontenhausen
- Grundbuch: Frontenhausen
- Blatt: 1505
- Lfd. Nr.: 4
- Gemarkung: Frontenhausen
- Flurstück-Nr.: 1325/4
- Gebäude- und Freifläche zu 811m²
Verkehrswert: 250.000,00
Wertermittlungsstichtag: 13.06.2025
Hinweis: Die Verkehrswertermittlung basiert auf plausiblen Annahmen, die sich nach äußerem Eindruck und der verwendeten Arbeitsunterlagen ergeben. Die Unterstellungen können von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen.
Grundstücksbeschreibung
Lage in der Marktgemeinde: im Hauptort Frontenhausen, südlich der Bahnhofstraße, rd. 450 m östlich des Ortszentrums (Marienplatz)
Straßenanbindung: über die Bahnhofstraße, asphaltierte zweispurige Staatsstraße St. 2083 , beidseitig gepflasterte Gehwege, ortsüblich ausgebaut
Umgebung: Wohngebäude und ehemalige Wirtschaftsgebäude unterschiedlichen Baualters, offene Bauweise mit geringer Baudichte, Höhenentwicklung von bis zu zwei Vollgeschossen zzgl. Dachgeschoss, östlich unbebaute Freifläche
Bestandsverzeichnis: Geh- und Fahrtrecht an dem Grundstück Flst. 1324/16, BVNr. 2 in Blatt 3375 und an dem Grundstück FIst. 1324, BVNr. 1 in Blatt 2483 , jeweils in Abt. Il/1 eingetragen
Erschließungssituation: es wird unterstellt, dass der Grundbesitz über das dinglich gesicherte Geh- und Fahrtrecht an den Flst.-Nrn. 1324 und 1324/ 16 verkehrsmäßig an die öffentlich gewidmete Bahnhofstraße (Staatsstraße St. 2083) angeschlossen ist, es fallen keine Straßenausbaubeiträge nach § 127 BauGB an es bestehen Anschlüsse an die regionale Elektrizitätsversorgung sowie an das örtliche Kanal- und
Wassemetz für das gegenständliche Grundstück und für den Gebäudebestand sind für die Wasserver- und Wasserentsorgungsanlagen keine Herstellungsbeiträge nach KAG offen
Umwelt-, Natur- und Hochwasserschutz: Das Anwesen befindet sich aber in einem wassersensiblen Bereich. Diese Gebiete kennzeichnen den natürlichen Einflussbereich des Wassers, in dem es zu Überschwemmungen und Überspülungen oder zeitweise hoch anstehendem Grundwasser mit Nutzungsbeeinträchtigungen kommen kann. ( ) Tatsächliche Überschwemmungsereignisse im Abschnitt des zu bewertenden Grundbesitzes sind nicht bekannt.
Gebäudebeschreibung
Tatsächliche bauliche Nutzung: Im südlichen Grundstücksabschnitt ist ein teilweise unterkellertes freistehendes Einfamilienhaus mit EG, OG und nicht ausgebautem DG errichtet. An der Südfassade schließt ein eingeschossiger Wintergarten und an der Nordfassade ein eingeschossiger
Anbau an. Im nördlichen Grundstücksbereich existieren entlang der östlichen Grundstücksgrenze mehrere eingeschossige Nebengebäude (zwei kleinere Lagergebäude, ein Gartenhaus und ein Garagengebäude).
Mögliche bauliche Nutzung: Die bestehende Art der baulichen Nutzung zu Wohnzwecken ist gebietstypisch. Bei dem Einfamilienhaus wird grundsätzlich ein Ausbau des DGs zu Wohnzwecken als genehmigungsfaähig erachtet. Die zur Verfügung stehende Wohnfläche ist aber ausreichend. Im Übrigen lassen sich bei vergleichbaren älteren Bestandsgebäuden diese Erweiterungsmaßnahmen i.d.R. nicht wirtschaftlich sinnvoll umsetzen.
Wohngebäude
Das Ursprungsbaujahr des Wohngebäudes ist nicht bekannt. Es hat vermutlich ein Baualter von mindestens 65 Jahren.
wesentlichen Maßnahmen:
- ca. 1970: Erneuerung der beiden Kamine und Änderung der Fassaden
- ca. 1981: Errichtung des nördlichen Anbaus, vmtl. wurde in diesem Zusammenhang die Gebäudeausstattung angepasst
- vmtl. 1990er Jahre: Errichtung des Wintergartens
- vmtl. ab den 2000er Jahren: Z.T. Austausch der Fenster und Erneuerung der Dacheindeckung beim Wintergarten und nördlichen Anbau
- ca. 2010: Erneuerung der Heizungsanlage
anrechenbare Wohnfläche (WFL): rd. 136m²
Grundrisssituation des Wohngebäudes: Der Gebäudezugang liegt im EG an der Westfassade des Anbaus und führt in einen Windfang mit Garderobe. Es folgen links das WC, in gerader Richtung der Abstellraum mit separatem Außenzugang und rechts der Zugang zum Wohnbereich. Daran schließt die zentrale Diele mit der Treppe vom KG bis vmtl. zum DG an. Über die Diele erreicht man die Speise, die Küche, das Wohn- und Esszimmer sowie einen weiteren Raum. Zwischen Wohn- und Essbereich besteht ein Durchgang. An der Südfassade befindet sich der nicht beheizte Wintergarten mit Außenzugang. Im OG existieren ein Schlaf- und zwei Kinderzimmer, ein Bad sowie die Diele mit Flur. Das DG ist nicht ausgebaut. Im KG folgt nach dem Treppenabgang ein Flur. Darüber erreicht man zwei Kellerräume.
Baukonstruktion des Wohngebäudes
Bauweise: Massivbauweise
Fundamente/ Bodenplatte: vmtl. in Stampf- und Stahlbeton auf tragfähigem Grund
Außenwände: im KG vmtl. Mauerwerks- und Stahlbetonwände, 20 bis 40 cm, ab EG einschaliges Ziegelmauerwerk, 36,5 cm
Innenwände: Ziegelmauerwerk, 11 ,5 cm bis 24 cm
Decken: zwischen KG /EG Stahlbetondecke und im Übrigen vmtl. Holzbalkendecken mit Füllung, ca. 20cm
Treppen: zwischen KG und EG einläufige, im Austritt vierteIgewendelte Treppe ab EG einläufige und zweimal viertelgewendelte Treppe
Dachkonstruktion: zimmermannsmäßiges Satteldach mit ca. 45 °-Neigung und Dachvorsprung, in Holzkonstruktion
Dacheindeckung: Betonflachdachpfannen, Unterkonstruktion mit Trag- und Konterlattung, vmtl. mit Unterspannbahn auf Holzschalung Wintergarten und Anbau mit Trapezblecheindeckung auf Unterkonstruktion
Regenableitung: Regenrinnen und Fallrohre aus Kupfer
Ausbau des Wohngebäudes
Fassadengestaltung: mehrlagiger Außenputz mit Kellenstrich, abgesetzter Sockelbereich, gestrichen
Fenster/ Fenstertüren: einflügelige Fenster und Türen mit lsolierverglasung, vmtl. Dreh- und Kippbeschläge, überwiegend erneuerte Kunststoffrahmenfenster, im Übrigen Holzrahmenfenster aus den vmtl. 1980er Jahren bzw. beim Wintergarten vmtl. aus den 1990er Jahren, bei der Garderobe Glasbausteine
Türen: einflügelige Haupteingangstüre mit Rundbogen sowie einflüglige Nebeneingangstüre, jeweils in Holz-/ Glaskonstruktion, vmtl. aus den 1980er bzw. 1970er Jahren; Innentüren vmtl. als Spantüren mit glatten furnierten Türblättern und Zargen aus den 1980er Jahre
Bodenbeläge: beim Wintergarten Polygonalplatten, im Übrigen wird einfache Art und Ausführung unterstellt
Wandbehandlung: vmtl. überwiegend verputzt und gestrichen bzw. Fliesenbeläge in den Sanitärbereichen
Deckenuntersichten: vmtl. verputzt und gestrichen oder Profilholzbretter
Dachdämmung: Dämmung der obersten Geschossdecke bzw. des darüber liegenden Daches nach den Anforderungen des § 47 GEG wird unterstellt
Gebäudetechnik des Wohngebäudes
Sanitärausstattung:
- EG : WC mit Handwaschbecken und vmtl. Stand- WC
- OG: Bad mit 2 Waschbecken und Einbaubadewanne
Angaben gemäß Darstellungen im Eingabeplan, mittlerer Standard der 1980er Jahre wird unterstellt
Heizung/ Warmwasser: Öl-Zentralheizung, Heizkessel und Brenner des Herstellers Viessmann, Typ Vitoladens, Nennleistung 23 ,6 kW, Baujahr 2010 (Angaben gemäß KÜO-Bescheinigung), Abgasführung über Dach vmtl. Kunststoffheizöltanks, Fassungsvermögen unbekannt, Brauchwassererwärmung über Heizung, Wärmeabgabe über Plattenheizkörper mit Thermostatventilen wird unterstellt
Elektroinstallation: vmtl. aus den 1980er Jahren stammende Elektroinstallationen mit Zählerschrank, Wechselstromzähler, Kippsicherungen sowie Elektrounterverteilung mit Steckdosen, Lichtschaltern und Lichtauslässen
TV/ Audio: über Satellitenschüssel
Nebengebäude
Gebäudeart: 2 Nebengebäude mit Lagerflächen (Lager I und Lager II) , 1 Garagengebäude mit 2 Pkw-Stellplätzen
Baujahr:
- Lager I: vmtl. mindestens 65 Jahren alt
- Garage: vmtl. aus 1971
- Lager II: vmtl. nach 1971 errichtet
Brutto-Grundfläche (BGF):
- rd . 27 m² (Lager I)
- rd. 55 m² (Garage)
- rd. 22 m² (Lager II)
Bauweise: Massivbauweise
Fundamente / Bodenplatte: vmtl. Stampfbeton und Stahlbeton
Umfassungswände: vmtl. Mauerwerksbauweise, verputzt und gestrichen
Innenwände / Decken: nicht bekannt
Dachkonstruktion: in Holzkonstruktion, beim Lager II Pultdach, im Übrigen Satteldächer
Dacheindeckung: Ziegeleindeckung, bei der Garage abweichend Wellfaserzementplatten; Hinweis: Faserzementplatten aus den 1970er Jahren sind i.d.R. asbesthaltig, nach herrschender Meinung geht von festgebundenem Asbest im unbeschadeten Zustand keine Gefahr aus, eine Rückbau- oder Sanierungspflicht besteht nicht; bei bauteileingreifenden Maßnahmen oder Rückbau sind wegen der Schadschadstoffbelastung spezielle Vorkehrungen erforderlich, aus denen sich Kostensteigerungen ergeben
Tore und Türen: Lager II mit zweiflügligem Zufahrtstor in Metall-, Holz- und Glaskonstruktion bei der Garage zwei Schwingtore in Metall-/ Holzkonstruktion; Nebeneingangstüren zum Lager I und zur Garage in Metallkonstruktion bzw. Metall-/ Holzkonstruktion
Fenster: beim Lager I Fenster in Metallkonstruktion mit Einfachverglasung sowie Holzverbundrahmenfenster
Elektroinstallation: nicht bekannt
Konstruktion / Ausstattung: mittel wird unterstellt
Erhaltungs-/ Pflegezustand: mittel wird unterstellt
Baumängel/ -schäden: Kleinmängel und -schäden in baujahrsbezogen üblichen Umfang
Außenanlagen
Einfriedungen: Maschendrahtzaun, bei der Zufahrt Schiebetor in Metallkonstruktion, beim Zugang zum Gebäude und zur südlichen Freifläche jeweils Gartentor in Metallkonstruktion an der West- und Nordseite z.T hochgewachsene Thujenhecke
Geländebefestigungen: Zufahrt zur Garage und zum Lager 11 mit rot ein- gefärbten Betonpflaster Zugang zum Wintergarten mit Polygonalplatten und Granit-Kleinsteinpflaster, Zuwegung zum Wohnhaus, zum Lager I und Gartenhaus mit Waschbetonplatten, z.T. Betonpflaster und Fliesenbelag Freifläche östlich des Wohnhauses bekiest
Freiflächen: Grünflächen, Pflanzen-, Strauch- und Baumbewuchs
Sonstiges: Gartenhaus jüngeren Baualters in Holzkonstruktion mit flach geneigtem Satteldach und Pfanneneindeckung, Fliesenbelag Grundwasserbrunnen, Gewächshaus mit Aluminiumrahmen und Stegplatten
Beurteilung: einfache Ausführung und Gestaltung, bei der Kiesfläche östlich des Wohnhauses unterdurchschnittlicher und im Übrigen weitestgehend durchschnittlicher Erhaltungs- und Pflegezustand z.T. Kleinmängel und Schäden, diese gehen nicht über das gewöhnlich zu erwartende Maß hinaus und haben keinen separaten Einfluss auf die Kaufpreisbildung
