Mehrfamilienhaus in 84160 Fronthausen, 3 K 70/25 (Amtsgericht Landau a. d. Isar)
| Amtsgericht: | Landshut |
|---|---|
| Aktenzeichen: | 3 K 70/25 |
| Objekttyp: | Mehrfamilienhaus |
| Straße: | Friedrich- Then- Weg 25 |
| PLZ Ort: | 84160 Fronthausen |
| Verkehrswert: | 255.000,00 EUR |
| Termin: | 28.04.2026 13:30 Uhr |
| Zuschlag ab: | keine Angabe |
Kostenfreie Leistungen für Bietinteressenten:
Terminsbestimmung
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Kartenausschnitt
Das Amtsgericht Landshut weist darauf hin, dass die Sachverständigen zur Objektauskunft nicht befugt sind; das vollständige Gutachten kann im Amtsgericht eingesehen werden; weder das Amtsgericht Landshut noch die Sachverständigen übernehmen eine Haftung für die Richtigkeit der Internetveröffentlichung.
Auszug aus dem
Gutachten
des Sachverständigen über den Verkehrswert des mit einem Zwei- und einem Einfamilienhaus bebaute Grundstücks im Friedrich-Then-Weg 25, Kolpingstraße 9 in 84160 Frontenhausen
- Grundbuch: Landau a. d. Isar
- lfd. Nr. der Grundstücke: 1
- Gemarkung Frontenhausen
- Flurstück-Nr. 583/2
- Gebäude- und Freifläche zur Größe von 594 m²
Verkehrswert: 255.000
Wertermittlungsstichtag: 04.07.2025
Grundstücksbeschreibung
Mikrolage im Hauptort Frontenhausen, im Siedlungsbereich westlich der Kreisstraße DGF 44 (Jahnstraße) am südlichen Verlauf der Kolpingstraße, in Ecklage an der Einmündung zum Friedrich-Then-Weg das Ortszentrum (Marienplatz) von Frontenhausen ist fußläufig rd. 650 m in nördlicher Richtung entfernt
Straßenanbindung: über die Kolpingstraße und den Friedrich-ThenWeg, asphaltierte Nebenstraßen mit Anliegerverkehr, ortsüblich ausgebaut nordöstlich in rd. 2,0 km Anschluss an die St 2111 und in rd. 17 km Anschluss an die B 20 mit Anbindung an die B 8 und B 388 im Norden in rd. 15 km über das örtliche Staats- und Kreisstraßennetz Anschluss an die Autobahn A 92 (Anschlussstelle Dingolfing-Ost)
Umgebung: Wohngebäude unterschiedlichen Baualters (z.T. auch jüngerer Bestand), offene Bauweise, Höhenentwicklung von bis zu zwei Vollgeschossen zzgl. Dachgeschoss auf dem östlichen Nachbaranwesen existiert eine Werkstatthalle, die kommun an das gegenständliche
Wohngebäude Friedrich-Then-Weg 25 anschließt, die Freiflächen dieses Grundstücks werden durch einen Betrieb aus der Baubranche zu Lagerzwecken verwendet
Nahversorgung: im Umkreis von rd. 2,0 km Einzelhandelsbetriebe zur täglichen und aperiodischen Bedarfsdeckung (u.a. Bäckereien, Getränke- und Supermarkt, Discounter, Banken und Apotheke) weitere Angebote des periodischen und aperiodischen Bedarfs in den Mittelzentren Dingolfing und Landau a.d. Isar
Bildungseinrichtungen: Kindertagesstätte, Grund- und Mittelschule im Umkreis von bis zu 1,3 km erreichbar, Realschulen und Gymnasien in Dingolfing und Landau a.d. Isar
Immissionsbelastungen: durch den benachbarten Betrieb aus der Baubranche möglich
Beurteilung der Lage: Das zu bewertende Anwesen liegt im Hauptort Frontenhausen. Prägend sind ein einfaches Bebauungsumfeld mit Wohnnutzungen. Unmittelbar östlich existiert ein Betrieb aus der Baubranche. Die Nutzung der Freiflächen zu Lagerzwecken wirkt sich nachteilig auf das Nachbarschaftsbild aus und es sind Immissionsbelastungen möglich. Es ist ein wertrelevanter Einfluss auf den Wohnwert des zu bewertenden Grundstücks ableitbar.
Nutzungssituation: Grundstück bebaut mit zwei Wohnhäusern:
- im südlichen Abschnitt Zweifamilienhaus Friedrich-Then-Weg 25, dieses schließt im Osten kommun an das benachbarte Werkstattgebäude an
- auf der nördlichen Restfläche freistehendes Einfamilienhaus mit der Adresse Kolpingstraße 9
Erschließungssituation: das Grundstück schließt direkt an die Kolpingstraße und an den Friedrich-Then-Weg an, diese sind als Ortsstraßen öffentlich gewidmet; es fallen keine Straßenausbaubeiträge nach § 127 BauGB an es bestehen Anschlüsse an die regionale Elektrizitäts- und Gasversorgung sowie an das örtliche Kanal- und Wassernetz ür das gegenständliche Grundstück und für den Gebäudebestand sind für die Wasserver- und Wasserentsorgungsanlagen keine Herstellungsbeiträge nach KAG offen
Gebäudebeschreibung
Wohngebäude Friedrich-Then-Weg 25
Das Ursprungsbaujahr ist nicht bekannt. Es handelte sich um ein ehemaliges landwirtschaftliches Gebäude mit einem Baualter von mehr als 60 Jahren. Etwa im Jahr 1993 erfolgte der Um- und Ausbau zu einem Wohngebäude mit zwei Wohneinheiten.
Wohnfläche: insgesamt rd. 101 m²
Baukonstruktion
Bauweise: Massivbauweise
Fundamente / Bodenplatte: vmtl. in Stampf- bzw. Stahlbeton auf tragfahigem Grund
Außenwände: einschaliges Ziegelmauerwerk, vmtl. im EG z.T. aus dem Ursprungsbaujahr, 36,5 cm
Innenwände: Ziegelmauerwerk vmtl. aus 1993, 11,5 cm und 24cm
Decken: Stahlbetondecke aus 1993, ca. 18 cm
Treppen: einläufige, im Antritt viertelgewendelte Treppe in Stahlbeton, aus 1993
Dachkonstruktion: zimmermannsmäßiges Satteldach aus 1993 mit ca. 33°-Neigung, Dachvorsprung und Spitzgaube, in Holzkonstruktion
Dacheindeckung: Betonflachdachpfannen, Unterkonstruktion mit Trag- und Konterlattung, vmtl. mit Unterspannbahn aufHolzschalung
Regenableitung: Regenrinnen und Fallrohre aus Kupfer
Ausbau
Fassadengestaltung: mehrlagiger Außenputz, abgesetzter Sockelbereich, gestrichen
Fenster / Fenstertüren: einflügelige Holzrahmenfenster mit Isolierverglasung, Dreh- und Kippbeschläge, z.T. Kunststoffrollläden mit Gurtzug, aus 1993
Türen: einflügelige Haupteingangstüre mit Seitenteil, in Holz-/ Glaskonstruktion, aus 1993 Innentüren vmtl. als Spantüren mit glatten furnierten Türblättern und Zargen aus 1993
Bodenbeläge: Fliesenbelag, schwimmender Estrich, aus 1993
Wandbehandlung: vmtl. überwiegend verputzt und gestrichen bzw. Fliesenbeläge in den Sanitärbereichen, aus 1993
Deckenuntersichten: vmtl. verputzt und gestrichen bzw. gespachtelte und gestrichene Leichtbauplatten bei den Dachschrägen, aus 1993
Dachdämmung: vmtl. Zwischensparrendämmung aus 1993
Gebäudetechnik
Sanitärausstattung: Bad im EG mit WC, Waschbecken, Einbauduschwanne; Bad im DG mit WC, Waschbecken, Einbaudusch und Einbaubadewanne, zusätzlich im DG separates Gäste-WC mit Handwaschbecken; einfacher Standard der 1990er Jahre wird unterstellt
Heizung / Warmwasser: stillgelegte Stückholzheizung aus dem Baujahr 2009 sowie defekte Gas-Zentralheizung (Angaben gemäß örtlichem Schornsteinfeger), Abgasführung über Dach, Brauchwassererwärmung über Heizung. Wärmeabgabe über Plattenheizkörper mit Thermostatventilen wird unterstellt
Elektroinstallation: vmtl. aus 1993 stammende Elektroinstallationen mit Zählerschrank, Wechselstromzähler, Kippsicherungen sowie Elektrounterverteilung mit Steckdosen, Lichtschaltern und Lichtauslässen
TV/Audio: über Satellitenschüssel
Wohngebäude Kolpingstraße 9
Allgemeine Daten Vom Staatsarchiv Landshut steht rur das Gebäude ein Tekturplan aus dem Jahr 1936 zur Verfügung. Vermutlich wurde das Einfamilienhaus Kolpingstraße 9 zu diesem Zeitpunkt errichtet. Gemäß den Eindrücken aus der Außenbesichtigung sind vmtl. in den 1960er/1970er Jahren Baurnaßnahmen erfolgt, zuletzt erneuerte man vmtl. Anfang der 2000er Jahre vereinzelt die Fenster. Im Übrigen liegen keine Informationen zu wertsignifikanten Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen vor.
Wohnfläche: rd. 125 m²
Baukonstruktion
Bauweise: Massivbauweise
Fundamente / Bodenplatte: vmtl. in Ziegel und Stampfbeton
Außenwände: Vollziegelmauerwerk, 24 und 36,5 cm
Innenwände: Vollziegelmauerwerk, 11,5 cm und 24 cm
Decken: Holzbalkendecke, ca. 18 cm
Dachkonstruktion: zimmermannsmäßiges Satteldach mit ca. 33°-Neigung, Dachvorsprung und Schleppgaube, in Holzkonstruktion
Dacheindeckung: Ziegeleindeckung, Unterkonstruktion mit Trag und Konterlattung, Trapezblecheindeckung bei den Anbauten
Regenableitung: Regenrinnen und Fallrohre in Metall
Ausbau
Fassadengestaltung: mehrlagiger Außenputz, abgesetzter Sockelbereich, gestrichen an der Westfassade Faserzementplatten auf Holzunterkonstruktion; Hinweis: ältere Faserzementplatten sind i.d.R. asbesthaltig
Fenster / Fenstertüren: einflügelige Holzverbundrahmenfenster mit 2- fach Normalverglasung (vmtl. aus den 1970er Jahre), erneuerte einflüglige Holzrahmenfenster mit Isolierverglasung aus Anfang der 2000er Jahre beim Abstellraum im EG zweiflügliges Holzsprossenfenster aus dem Ursprungsbaujahr 1936, teilweise Kunststoffrollläden mit Gurtzug
Türen: Eingangstüren in Holzkonstruktion mit Holzzargen, älteren Baualters; Innentüren vmtl. mit glatten leichten Türblättern, in Holzzargen
Bodenbeläge: einfache Art und Ausführung wird unterstellt
Wandbehandlung: vmtl. überwiegend verputzt und gestrichen bzw. Fliesenbeläge in den Sanitärbereichen
Deckenuntersichten: vmtl. verputzt und gestrichen bzw. Leichtbauplatten bei den Dachschrägen
Gebäudetechnik (Gebäude Kolpingstraße 9)
Sanitärausstattung: vmtl. Bad mit WC, Waschbecken und Dusch- oder Badewanne, einfacher und nicht mehr zeitgemäßer Standard wird unterstellt
Heizung / Warmwasser: stillgelegter Pelletofen; im Übrigen keine Feuerstätte, die nach KÜü überprüft werden muss
Elektroinstallation: Hauptabsicherung, Elektrounterverteilung mit Steckdosen, Lichtschaltern und Lichtauslässen, vmtl. nicht mehr zeitgemäße Ausführung
TV/Audio: über Satellitenschüssel
Außenanlagen und sonstige Anlagen
Einfriedungen: Maschendrahtzaun, Mauerwerkseinfriedung mit Gartentor in Metallkonstruktion; an der Nordgrenze zur Kolpingstraße vmtl. mehr als 2,00 m hohe Stahlbetonwand und Schiebetor aus Metallkonstruktion (vmtl. innerhalb der letzten 15 Jahre errichtet); an der Westgrenze zum Friedrich-Then-Weg hochgewachsene Thujenhecke
Geländebefestigungen : beim Wohnhaus Friedrich-Then-Weg 25 Zugang mit Polygonalplatten, Zufahrt und Stellplätze westlich des Gebäudes mit Betonverbundsteinpflaster befestigt; beim Wohnhaus Kolpingstraße 9 Kiesunterbau sowie z.T. Betonbelag, westlich des Gebäudes z.T. Grünfläche mit Wildwuchs
