Einfamilienhaus in 84030 Landshut, 3 K 118/25 (AG Landshut)
| Amtsgericht: | Landshut |
|---|---|
| Aktenzeichen: | 3 K 118/25 |
| Objekttyp: | Einfamilienhaus |
| Straße: | Rachelstraße 27 |
| PLZ Ort: | 84030 Landshut |
| Verkehrswert: | 290.000,00 EUR |
| Termin: | 22.09.2026 09:00 Uhr |
| Zuschlag ab: | keine Angabe |
Kostenfreie Leistungen für Bietinteressenten:
Terminsbestimmung
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Kartenausschnitt
Das Amtsgericht Landshut weist darauf hin, dass die Sachverständigen zur Objektauskunft nicht befugt sind; das vollständige Gutachten kann im Amtsgericht eingesehen werden; weder das Amtsgericht Landshut noch die Sachverständigen übernehmen eine Haftung für die Richtigkeit der Internetveröffentlichung.
Auszug aus dem
Gutachten
des Sachverständigen über den Verkehrswert (§ 194 BauGB) des Anwesens Rachelstraße 27 in 84030 Landshut
- Grundbuch: Landshut
- Blatt: 11961
- Gemarkung: Landshut - weißes Viertel
- Flurstück-Nr.: 1710
- Wirtschaftsart und Lage: Rachelstraße 27, Wohnhaus, Hofraum, Garten zur Größe von 339 m²
Verkehrswert: 290.000,00
Wertermittlungs-/ Qualitätsstichtag: 14.11.2025
Grundstücksbeschreibung
Mikrolage
Lage im Stadtgebiet: rd. 3,0 km nördlich des Stadtzentnlms, in der Bayerwaldsiedlung des Stadtteils Industriegebiet, am nördlichen Verlauf der Rachelstraße
Straßenanbindung: über die Rachelstraße, asphaltierte Nebenstraße mit Anliegerverkehr, asphaltierte Gehwege, ortsüblich ausgebaut B 15 südwestlich rd. 1,5 km und B 299 nördlich rd. 2,0 km entfernt, Anschlussstelle LandshutNord der A 92 in rd. 3,3 km erreichbar
ruhender Verkehr: ausreichend öffentliche Parkmöglichkeiten entlang der Straßenfuhrungen
Umgebung: im direkten Umfeld individuelle Wohnbebauung im Ursprung aus den ca. 1950er Jahren prägend, in offener Bauweise und mit einer Höhenentwicklung von EG und ausgebauten DGs
Beurteilung der Lage:Die zu bewertende Immobilie liegt im nördlichen Stadtgebiet von Landshut in der Bayerwaldsiedlung. Das direkte Bebauungsumfeld mit Wohngebäuden im Ursprung aus den ca. 1950er Jahren ist von einfacher Prägung. Innerhalb der Stadt Landshut handelt es um eine unterdurchschnittliche Wohnlage.
Untergrundbeschaffenheit: ortsübliche Verhältnisse werden unterstellt
Topographie: der Grundbesitz ist in sich weitestgehend eben
Erschließungssituation: das Grundstück ist verkehrsmäßig über die Rachelstraße erschlossen, diese wurde mit Eintragungsverfügung vom 08.10.1962 zur Ortsstraße gewidmet und am 01.10.1967 endgültig hergestellt, mit Bescheid vom 21.04.1969 ist ein Erschließungsbeitrag von 1.384,30 DM erhoben und vom damaligen Grundstückeigentümer vollständig bezahlt worden, es stehen keine Erschließungsbeiträge nach § 127 BauGB aus. es existieren Anschlüsse an die regionale Elektrizitäts- und Gasversorgung sowie an das örtliche Kanal- und Wassernetz. Für das gegenständliche Grundstück und rur den Gebäudebestand werden nach Auskunft der Stadtwerke Landshut keine Herstellungsbeiträge nach KAG geschuldet
Tatsächliche bauliche Nutzung Das Grundstück ist mit einem teilweise unterkellerten freistehenden Einfamilienhaus mit EG, ausgebautem DG und Windfang bebaut. Im Norden schließt ein eingeschossiger Anbau mit Satteldach an. An der Ostgrenze existiert eine Einzelgarage mit Flachdach. Die beiden Nebengebäude (Anbau und Garage) sind nicht unterkellert.
Gebäudebeschreibung
Wohngebäude
Allgemeine Gebäudedaten des Wohngebäudes Die in der Bauakte enthaltene Bauvollendungsanzeige nennt als Fertigstellungsdatum den 30.08.1954. Es erfolgte der Hinweis, dass die Fassade noch nicht vollendet war und die Putzarbeiten im KG fehlten.Folgende wesentlichen Modernisierungsmaßnahmen sind bekannt:
- Ende 1980er/ Anfang 1990er Jahre: z.T. Erneuerung der Fenster und Austausch der Eingangstür zum Windfang, Modernisierung der Sanitärbereiche, Einbau der Heizungsanlage
- zwischen 1995 und 2006: Erneuerung der Dacheindeckung, vmtl. wurde in diesem Zusammenhang auch die Zwischensparrendämmung ausgeführt
Brutto-Grundfläche (BG F): insgesamt rd. 179 m2
anrechenbare Wohnfläche (WFL): rd. 95 m2
Baukonstruktion des Wohngebäudes
Bauweise: Massivbauweise
Fundamente / Bodenplatte: vmtl. in Stampf-und Stahlbeton auf tragfähigem Grund Umfassungswände: KG: Stahlbetonwände, 30 cm ab EG: Ziegelmauerwerk, 36,5 cm
Innenwände: Ziegelmauerwerk, 11,5 cm und 24 cm
Decken: zwischen KGIEG Stahlbetondecke und im Übrigen Holzbalkendecken vmtl. mit Füllung
Treppen: zwischen KG und EG einläufige Treppe in Stahlbetonkonstruktion
Dachkonstruktion: zimmermannsmäßiges Satteldach mit ca. 45°-Neigung in Holzkonstruktion
Dacheindeckung: Betonflachdachpfannen auf Traglattung
Regenableitung: Regenrinnen und Fallrohre in Metall (z.T. erneuert)
Balkon: nicht ausgeführt
Ausbau des Wohngebäudes
Fassadengestaltung: mehrlagiger Außenputz, abgesetzter Sockelbereich, gestrichen an der Westfassade Faserzementplatten auf Holzunterkonstruktion, vmtl. aus den 1950er Jahren
Fenster: z.T. erneuerte einflüglige Holzrahmenfenster mit Dreh-/ Kippbeschlag und Isolierverglasung im Übrigen einflügelige Verbund-Drehkippfenster mit Normalglas in Holzkonstruktion, aus dem Baujahr Vorbaurollläden In Kunststoff mit manuellem Gurtzug im KG, im EG beim Bad, Treppenhaus und Windfang sowie im Dachspitz Holzrahmenfenster mit Einfachverglasung
Türen: zum Windfang erneuerte Holzrahmeneingangstür mit Glasfüllung und Seitenteil vom Windfang zum Wohnbereich Haustür mit Holztürblatt und Holzzarge im Inneren gestrichene Füllungstüren mit Holzzargen
Bodenbeläge: Fliesen-, Laminat-und PVC-Beläge (nach Erfordernis erneuert), im KG Rohbeton, im Dachspitz Rohspanplatten
Wandbehandlung: im Wohnbereich überwiegend tapeziert, Badezimmer im EG umlaufend raumhoch gefliest, bei der Küche Fliesenspiegel, im Übrigen verputzt und gestrichen
Deckenuntersichten: verputzt und gestrichen, im KG gestrichene Betonuntersicht, im DG z.T. quadratische Polystyrol- Deckenplatten
Dachdämmung: beim ausgebautem DG in den Dachschrägen Zwischensparrendämmung mit Mineralfaserwolle (z.T. lückenhaft)
Treppen:
- zwischen EG und DG gestemmte Treppe in Holzkonstruktion mit Holzhandlauf- und geländer
- zum Dachspitz Dachbodentreppen in Holzkonstruktion
Sonstiges: Eingangsvordach in Holzkonstruktion mit Wellplatten Zugangstreppe zum Wohngebäude in Beton mit Fliesenbelag (Belag vmtl. in den 1980er Jahren erneuert)
Gebäudetechnik des Wohngebäudes
Sanitärausstattung:
- Bad im EG mit Waschbecken, Einbaubadewanne und Stand-WC mit Druckspülung
- Sanitärraum im DG mit Waschbecken und StandWC mit Druckspülung
Heizung / Warmwasser: Gas-Zentralheizung des Herstellers Viessmann, Typ AH-17-01, Baujahr 1991, Nennleistung 17 kW (Angaben gemäß KÜO-Bescheinigung), Abgasführung über Dach; Wärmeabgabe über Plattenheizkörper mit Thermostatventilen. Warmwasseraufbereitung über Heizung, Speicher des Hersteller Viessmann, Typ Verticell-HG, Baujahr 1991, Speicherinhalt 160 Liter (Angaben gern. Typenschild)
Elektroinstallation: im KG Zählerschrank mit Wechselstromzähler, Schraubsicherungen sowie vmtl. erneuerten Kippsicherungen, Elektrounterverteilung mit Steckdosen, Lichtschaltern und Lichtauslässen
TV/Audio: über Kabel
Nebengebäude
Allgemeine Daten des Nebengebäudes Das nicht unterkellerte Nebengebäude mit Satteldach schließt nördlich kommun an das Wohngebäude an. Gemäß Bauvollendungsanzeige erfolgte die Fertigstellung am 30.06.1955. Es gibt einen Wasch- und Geräteraum jeweils mit separatem Zugang an der Ostfassade. Der nicht ausgebaute Dachraum ist über die Deckenöffnung im Geräteraum mit einer Leiter erreichbar.
Nutzfläche rd. 16 m2
Baubeschreibung des Nebengebäudes
Bauweise: Massivbauweise
Fundamente/ Bodenplatte: vmtl. in Stampf-und Stahlbeton auf tragfähigem Grund
Umfassungswände: Ziegel mauerwerk (24 cm), verputzt und gestrichen
Innenwände: Ziegelmauerwerk (15 cm), verputzt und gestrichen
Decken: Holzbalkendecken, Untersicht verputzt und gestrichen bzw. gestrichene Holzplatten
Dachkonstruktion : zimmermannsmäßiges Satteldach in Holzkonstruktion
Dacheindeckung: Biberschwanzziegel auf Traglattung
Regenableitung: Regenrinnen und Fallrohre aus Metall
Fenster: zweiflüglige Holzrahmenfenster mit Sprossenteilung und Normalverglasung
Türen: Holzrahmenzugangstüren mit Glasfüllung und Holzzarge
Bodenbelag: Holzbretter und Betonboden
Haustechnik: im Waschraum Ausgussbecken, Waschmaschinenanschluss und Bodenablauf, Strom-und Wasserversorgung über das Wohngebäude
Sonstiges: Kamin im Geräteraum
Einzelgarage
Allgemeine Daten der Einzelgarage Die nicht unterkellerte Einzelgarage wurde ca. 1990 errichtet. Um-/ Ausbaumaßnahmen, bauliche Erweiterungen sowie wertsignifikante Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen sind nicht bekannt. Die Garage wird von Süden direkt über die Rachelstraße und die davorliegende grundstückseigene Freifläche erschlossen.
Baubeschreibung der Einzelgarage
Bauweise: Stahlbeton-Fertiggarage
Fundamente: vmtl. Streifenfundament in Stahlbeton, frosttiefe Gründung und tragfähiger Grund wird unterstellt
Fassade: verputzt und gestrichen
Dachkonstruktion, /-eindeckung: Flachdach, Eindeckung nicht bekannt
Garagentor: manuelles Garagenschwingtor in Metallkonstruktion
Haustechnik: Stromanschluss über das Wohngebäude
Außenanlagen
Einfriedungen: zur Rachelstraße hin Holzzaun mit Zaunpfosten in Metall, seitlich und rückwärtig Maschendrahtzaun, Gartentore in Holz-/ Metallkonstruktion
Geländebefestigungen : Zufahrt zur Garage mit Betonverbundsteinpflaster, Zuwegungen mit Betonplatten bzw. Betonbelag
Freiflächen-/Gartengestaltung: Grünfläche mit Pflanzen bzw. Sträuchern
Sonstiges: Ver-und Entsorgungsleitungen auf dem Grundstück
Beurteilung: einfache Ausfuhrung und Gestaltung, geringer Freiflächenanteil, durch die beengten Grundstücksverhältnisse ist der rückwärtige Gartenanteil durch die Anlieger einsehbar durchschnittlicher Erhaltungs-und Pflegezustand, wertrelevante Baumängel und -schäden sind nicht bekannt.
